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H1N1 Vorbeugen ohne Panik

H1N1 Schweinegrippe - Vorbeugen ohne unnötige Angst, was ist im Alltagsleben an Vorsichtsmassnahmen zu beachten ohne in Panik zu verfallen

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weltweit Reisen - © Kit Wai Chan - Fotolia.com

Täglich erreichen uns neue Meldungen über die Ausbreitung der Schweinegrippe, den Stand der Vorbereitung der Impfaktionen und die Prognosen der Ärzte und Wissenschaftler.
Von einer weltweiten Panik ist bislang wenig zu spüren. Die Menschen fahren weiterhin in gefährdete Urlaubsorte, von der geplanten Verlängerung der Schulferien in einigen Bundesländern wurde wieder Abstand genommen.


Wichtig ist es daher im Zusammenhang mit der Schweinegrippe zu wissen, dass sich der Begriff Pandemie nicht vordergründig auf die Schwere der Erkrankung bezieht. Ursächlich ist damit die Ausbreitung einer Infektionskrankheit auf mehrer Länder oder Kontinente gemeint.

Erreger der Schweinegrippe ist der H1N1 Virus.

Die Schweinegrippe der Neuzeit reiht sich ein in die Liste der Grippepandemien, von denen die schwerste die so genannte „spanische Grippe“ 1918 – 1920 war. Anders als ihr Name vermuten lässt, trat sie das erste Mal in den USA auf, wurde mit Soldaten im Land verbreitet und gelangte schließlich auch nach Europa. Spanien war das erste Land, dass die Erkrankung offiziell meldete. Die Spanische Grippe forderte 25 Millionen Todesopfer, wobei man heute davon ausgeht, dass es weit mehr gewesen sein können, die allerdings wegen des Weltkrieges gar nicht als Grippetote erfasst worden sind.
Bei den späteren Grippepandemien waren sehr viel weniger Opfer zu beklagen.
Dir modernen Transportmittel und die Möglichkeit von einem Kontinent zum anderen in weniger als 24 Stunden zu reisen, bieten der Ausbreitung solcher Infektionskrankheiten natürlich weit mehr Möglichkeiten als dies noch vor 100 Jahren der Fall war.


Die Schweinegrippe zeigt ähnliche Symptome wie jede andere saisonale Grippe auch. Plötzlich auftretendes sehr hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Schlappheit, allgemeines Krankheitsgefühl, eventuell auch Übelkeit, Appetitlosigkeit, Durchfall und Erbrechen, Husten, Niesen, Ausfluss aus Augen und/oder Nase. Gewissheit, um welchen Typ Grippe es sich handelt, kann nur eine Labordiagnostik bringen. Die Schweinegrippe überträgt sich von Mensch zu Mensch vorwiegend durch Tröpfcheninfektion und Schmierinfektion. Durch Tröpfchen in der Atemluft oder Husten und Niesen werden die Erreger weiter gegeben. Bereits kleinste mikroskopischen Mengen sind für eine Ansteckung ausreichend. Der Virus überlebt eine gewisse Zeit auch außerhalb des menschlichen Körpers. Daher kann man sich auch durch Händeschütteln oder das Berühren von Gegenständen, die vorher ein Infizierten angefasst hat, anstecken.
Eine Ansteckung erfolgt nicht über den Kontakt mit Schweinen oder den Verzehr von Schweinefleisch. Die Schweinegrippe, die die Tiere befällt, ist auf den Menschen nicht übertragbar.


Der Gefahr, an Schweinegrippe zu erkranken, kann mit relativ einfachen Mitteln vorgebeugt werden. Dazu gehört unter anderem, große Menschenansammlungen wenn möglich zu meiden. Gefährdete Gebiete oder Länder, in denen eine hohe Anzahl an Erkrankten zu verzeichnen ist, sollten wenn möglich vorerst nicht besucht werden.
Auf Händeschütteln sollte verzichtet werden und einmal mehr als sonst die Hände zu waschen ist kein großer Aufwand, der aber eine enorme Wirkung haben kann. Der Erreger gelangt über das Berühren von Türklinken, Einkaufswagen, Haltestangen in öffentlichen Verkehrsmitteln, Halteknöpfe in Fahrtstühlen und auf anderen unbemerkten Wegen an die Hände und damit auch in den Körper. Es sollte daher auch vermieden werden, sich mit ungewaschenen Händen ins Gesicht zu fassen.
Um Tröpfcheninfektionen zu vermeiden, kann ein Mundschutz getragen werden.
Und selbstverständlich hilft auch eine Impfung mit einem speziellen Wirkstoff gegen den Erreger der Schweinegrippe der derzeit mit Hochdruck entwickelt wird. Dieser Impfstoff hilft übrigens nicht gegen die normale saisonale Grippe. Um beiden vorzubeugen, muss man sich auch gegen beide impfen lassen, wobei noch nicht geklärt ist, wie sich die Wirkstoffe zueinander verhalten.
Vor allen Dingen aber gilt, Ruhe bewahren und nicht in Panik verfallen. Die Schweinegrippe unterscheidet sich in ihrer Auswirkung derzeit kaum von der jährlichen Grippewelle. Wie diese kann sie besonders bei Kindern und älteren sowie chronisch kranken Menschen zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen, daher sind diesen Personengruppen Impfungen besonders zu empfehlen. Es besteht allerdings im Moment keine Erkenntnis, die davon ausgeht, dass mit einer übernatürlich hohen Morbiditätsrate gerechnet werden muss.
Beim Auftreten der ersten Symptome sollte umgehend ein Arzt zu Rate gezogen werden. Das sich selbst Auskurieren mit den handelsüblichen Grippemedikamenten kann negative Auswirkungen auf die Wirksamkeit der Behandlung der Schweinegrippe haben und ist daher nicht anzuraten.


 

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