H1N1 Schweinegrippe weltweit
H1N1 Schweinegrippe - Informationen zum aktuellen Stand der H1N1 Grippe weltweit sowohl zur medizinischen Situation wie auch im Hinblick auf die Auswirkungen auf das Alltagsleben in verschiedenen Kontinenten und Ländern.
Atemwegsbeschwerden, wie Husten, Halsschmerzen und Kurzatmigkeit, Fieber über 3 Tage oder über 38°C, sowie Gliederschmerzen sind die Symptome, die zur Zeit aufmerksam machen sollten auf eine mögliche Infektion mit der nach langer Zeit wieder aufgetretenen Schweinegrippe.
Hervorgerufen durch das historisch zwar bekannte, aber in den letzten Jahren unwesentlich bedeutende, H1N1 Virus breitet sich diese Influenza mehr und mehr, weltweit aus. Es handelt sich somit um eine so genannte Pandemie die ihren Ursprung nach heutigen Erkenntnissen in Mexiko hat.
Von dort aus verbreitet sich die Grippe seit Ende Mai zunehmend von Mensch zu Mensch und ist mittlerweile in geringerem Ausmaß bekannter weise auch nach Europa übergeschwappt. Besonders Reisende, die zurückkehren bringen den Virus mit und sind bei einem „stillen Verlauf“ mit Selbsterholung nicht von Gesunden zu unterscheiden, was die Eindämmung der Infektion weltweit schwieriger macht. Zu vergleichen mit den besonders betroffenen Ländern der Südhalbkugel wie Mexiko oder Argentinien aber auch den USA ist Europa in der Zahl von bekannten Infektionen aber noch längst nicht. Dort treten im Sommer 2009 täglich bis zu 300 Neuinfektionen auf, welche den Behörden auch bekannt werden, und die Zahl der Todesfälle betrug bis Juni 09 ca. 170. |
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Betroffen ist weltweit besonders die Bevölkerungsgruppe von 20- 45 Jährigen. Bei den Todesfällen handelte es sich dabei auch um vollkommen Gesunde, die aber wahrscheinlich zu lange mit einer adäquaten Behandlung gewartet haben.
International gibt die WHO aktuell 208.058 Infektionsfälle und 1.688 Todesfälle durch eine Schweinegrippe Infektion bekannt.
Gründe für die rasche und fortschreitende Ausbreitung der H1N1- Grippe in den Ländern der Südhalbkugel sind einerseits die Jahreszeit aber andererseits auch die zum Teil mäßigen Hygienebedingungen und Gesundheitsvorsorgen.
Das Virus breitet sich deutlich schneller in den Wintermonaten aus, da seine Überlebensdauer bei Kälte erheblich zunimmt, was die erste Infektionswelle bei Frost in Argentinien erklärt. Durch die herrschenden Winter auf der Südhalbkugel finden sich dort somit ausgesprochen gute Bedingungen für eine vermehrte Infektionsweitergabe innerhalb der Bevölkerung.
Bei der sich ausbreitenden Übertragung in den zuvor genannten Ländern durch mangelnde Hygienemaßnahmen sind überwiegend die ärmeren Wohnviertel betroffen. Dort ist die medizinische Versorgung und Vorsorge unzureichend und Ärzte werden zu spät aufgesucht, so dass die Weitergabe des Virus auf andere Menschen nicht genügend verhindert werden kann.
Während in Europa schon eine gewisse Panik vor dieser neu aufgetretenen Grippewelle vorherrscht und die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie ausreichend erforscht und angewandt werden, blieb eine begrenzte Panik in den weitaus bedrohteren Ländern in Südamerika oder den USA natürlich nicht ganz aus.
Dort kam es zu Angstzuständen der Bevölkerung, die daraufhin wie in Argentinien bekannt geworden, sich eigens mit Mundschutz ausstatteten, öffentliche Einrichtungen und Plätze sowie den Kontakt zur Außenwelt gänzlich mieden. Dieser Situation ist nicht zuletzt durch teilweise falsche Infektionszahlen und nicht korrekte Zahlen von Todesfällen von Mitte Juli 2009 in Argentinien befeuert worden.
Doch auch dies war nur vorübergehend. Aktuell scheint wieder eine Art normaler Alltag in den betroffenen Regionen, wie das Beispiel Buenos Aires, der argentinischen Hauptstadt zeigt, ein zukehren. Die Bevölkerung isoliert sich schon seit ca. 2 Wochen zunehmend weniger und eine gewisse Normalität kehrt zurück. Mundschutz und soziale Isolation scheinen Vergangenheit zu sein und die Tatsache einer Pandemiewelle wird hingenommen wie eine normale Influenza Welle.
Insgesamt gibt es auch laut der WHO keine Indikation für eine komplette Isolation von bestimmten Ländern oder so genannten grippalen Epizentren wie Argentinien wie es von Virulogen der Nordhalbkugel bezeichnet wird.
Die Tatsache dass sich das Virus und die Infektion auch still verhalten und ausheilen kann rechtfertigt, dass man sowieso keine Gesunden von möglicherweise Infizierten unterscheiden kann und somit eine Isolation gar nicht nötig oder auch möglich ist. Grenzschließungen sind somit derzeit überflüssig.
Als Vorsorge und Infektionsschutz gibt es daher einfache Richtlinien die besagen: bei Verdacht auf eine Infektion, sprich beim Auftreten der oben genannten Symptome, sollte ein Arzt sofort aufgesucht werden. In öffentlichen Einrichtungen, aber auch im persönlichen Umfeld sollte besonders auf allgemeine Hygienemaßnahmen wie das Händewaschen geachtet werden und das Hauptaugenmerk national sowie international sollte sich auf die Information über die derzeitige und aktuelle Situation richten.
International kann man die Verbreitung des Virus nun nicht mehr stoppen so ist es wichtiger sich auf das Pflegen und die Behandlung der Infizierten zu konzentrieren, sowie Vorsoge zu treffen.
Dazu arbeitet man bereits weltweit an der Anfertigung eines Impfstoffs, wobei es bereits gelungen ist das genetische Erbgut des Erregers zu entschlüsseln.
Hierzu ist allerdings schon bekannt dass diese Impfstoffe für die Südhalbkugel unter Umständen nicht mehr ausreichend sind. Länder wie Argentinien und Mexiko sind somit auf die Herstellung eines eigenen Impfstoffs gegen bereits veränderte H1N1- Viren zum Schutz der Bevölkerung angewiesen.
Insgesamt ist nicht absehbar wohin die H1N1- Pandemie auch bei allen möglichen Eindämmungsmaßnahmen in den nächsten Wochen und Monaten führt.

