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H1N1 Medizinische Infos und Symptome

H1N1 Schweinegrippe - medizinische Informationen zur aktuellen H1N1 Grippe und typische Symptome
auch im Unterschied zur „normalen“ Grippe.

Was ist die Schweinegrippe?

Die Grippe wird durch zwei spezifische Viren A und B ausgelöst und ist eine Infektionskrankheit. Das Virus wurde 1930 zum ersten Mal isoliert. Der Auslöser der aktuellen Schweinegrippe ist wohl ein Virus, das offenbar aus einem Genmix, der Erbinformationen von Menschen, Schweinen und Vögeln besteht, enthält. Es wurde zunächst vom Schwein auf den Menschen, aber dann auch von Mensch zu Mensch übertragen.

Das Virus A/H1N1 ist ein Subtyp der Influenza, das in die menschliche Körperzelle eindringen kann und welches das Immunsystem angreift. Bei dem in Mexiko epidemieartigen Ausbruch der Schweinegrippe handelt es sich um eine bis dahin unbekannte Variante des H1N1-Subtyps.

Die Symptome der Schweinegrippe

Die Symptome sind Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Husten, ein starkes Krankheitsgefühl und anders als bei einer Grippe Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, wie Durchfall und Erbrechen. Die Inkubationszeit beträgt 1-4 Tage, bei einer normalen Grippe 1 bis 3 Tage. Bei der Schweinegrippe H1N1 können die Symptome allerdings auch bereits nach einigen Stunden auftreten. Die Krankheitssymptome sind eher unspezifisch und können mit einer anderen Krankheit verwechselt werden. Wer im Ausland Urlaub gemacht hat und sich grippekrank fühlt, sollte sofort einen Arzt aufsuchen.

Diagnose der Schweinegrippe

Die Schweinegrippe wird per Abstrich des Speichels diagnostiziert, eine normale Grippe ist mit einer Blutuntersuchung feststellbar.

Ansteckungsgefahren und Vorbeugemaßnahmen

Die Schweinegrippe wird per Tröpfcheninfektion übertragen, wie Husten und Niesen. Aus diesem Grund sind sorgfältige Hygienemaßnahmen erforderlich, wie häufiges Händewaschen, gutes Durchlüften der Räume und Meidung von Menschenansammlungen. Beim Husten und Niesen sollte jeder in ein Einmaltaschentuch schnupfen oder zur Not in die Ellenbeuge.
Eine weitere Vorbeugemaßnahme ist die Stärkung des Immunsystems durch gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Wer schlecht ernährt ist oder unter Stress leidet, ist immer krankheitsanfälliger.

Landleben
Impfung gegen H1N1 - © Miriam Böttner - Fotolia.com

Medikamente gegen die Schweinegrippe

Im Krankheitsfall empfehlen Mediziner die Neuramidase-Hemmer Oseltamivir (Tamiflu) und Zanamivir (Relenza), rezeptpflichtige Medikamente, die die Symptome lindern und die Genesung beschleunigen, aber nicht vorbeugend helfen. Die Wirkstoffe bewirken, dass sich die Viren im Körper nicht weiter von Zelle zu Zelle ausbreiten können. Die Viren werden isoliert, aber nicht abgetötet.

Die Impfung gegen die Schweinegrippe

Ein Impfstoff gegen die „normale“ Grippe hilft nicht bei der in Mexiko ausgebrochenen Schweinegrippe. Ab Herbst 2009 soll eine Impfung gegen die Schweinegrippe möglich sein.

Ab wann spricht man von einer Pandemie?

Nach Auskunft des Robert-Koch-Instituts spricht man von einer Pandemie, wenn 15 bis 50 Prozent der Bevölkerung von dem Virus infiziert wurden.


 

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